Das vielgenannte Triggerwheel

Mittlerweile hat sich die ursprüngliche Geschichte ein wenig überholt, hier nur noch eine Kurzfassung: Das erste TW hat mir einige Probleme beschert, weil die Maschine recht rauh und unwillig lief. Es hat sich herausgestellt, dass meine ICM nicht in Ordnung war - die ist mittlerweile ersetzt. Auch der ursprüngliche Mangel an den Ecke-TW  - die fehlenden Anphasung des Wheels -  ist mittlerweile behoben. Mit originalem Auspuff und ohne weitere Modifikationen kann das 6er Wheel wohl bedenkenlos verwendet werden.

Aber..

Da mittlerweile ja viele auch den Auspuff verändert haben, gibt es etwas Neues. Das werde ich die nächsten Tage hier beschreiben.

 

Einbau des TW:

Deckel ab, 5ter Gang rein, Bremse treten und dann die Kurbelwellenmutter lösen, jedoch nicht abdrehen. Dann an der Kurbelwellenschraube solange drehen (in Richtung 'Festziehen der Schraube'), bis alle Markierungen auf ihren Gegenmarkierungen auf dem Gehäuse stehen. Dann die Schraube wieder leicht lösen, dabei kann man mit der Hand am Nockenwellenrad ein Zurückdrehen verhindern. Dann Abdrehen der Kurbelwellenmutter und Abnehmen der Scheiben. Einbaulage merken!

Bild aus dem Handbuch Frontansicht Motor

Dann den rechten (in Fahrtrichtung)  Zahnriemen sicherheitshalber noch mit Filzstift-Strich gegenüber den Nockenwellenrädern bzw. dem Kurbelwellen-Triebling markieren. Lösen des Spanner (erst die Schraube auf der Seite mit der Feder). Dann Abnehmen der Riemens, damit dieser nicht durch Verkanten beschädigt wird. Der Riemen darf nicht mit Ölen oder Benzin in Kontakt kommen! Nach Abnehmen des Trieblings - Einbaulage merken ! - wird die Außenseite des noch eingebauten TW markiert und dann wird dieses auch abgenommen.

Dann wird das alte TW mit dem neuen TW unterlegt, so dass die Zähne am Außenrand des alten TW mit den Zähnen des Neuen übereinander liegen. Die 'Außenmarkierung' auf dem alten TW muss man dabei lesen können. Die Nase im Loch in der Mitte des alten TW muss gegenüber der Nase des neuen TW ein wenig (eben die 6 Grad)  verdreht sein. Wenn das stimmt, dann liegt das neue TW ebenfalls mit der Vorderseite nach oben. Diese sollte man auch markieren, um sich das bei spätern Umbauten sparen zu können (hab da so meine Erfahrungen).

Dann geht es andersherum: Einsetzen des neuen TW, dann den  Triebling. Auflegen der Riemen genau auf die Filzstiftmarkierungen und vorläufiges Andrücken der Spanner und leichtem Andrehen der Schrauben auf der Seite mit der Feder.  Dann kommen die Deckscheiben in der richtigen (alten) Reihenfolge. Nach dem Aufdrehen der Kurbelwellenmutter prüfen, ob alle selbst gemachten Markierungen richtig zueinander stehen

Wenn nun wieder alles wieder dran ist, keine Scheibe oder sonst etwas übrig ist, dann kann mit getretener Bremse die Kurbelwellenmutter wieder angezogen werden. Richtig fest - 74Nm!

Und nun kommt das Gemeinste: Das Einstellen der Zahnriemenspannung. Das haben die so gut beschrieben, daher einfach als Kopie....

Bild aus dem Handbuch: Einbaueinstellung Zahnriemen

Das sollte man sehr genau machen! Ich habe nämlich die Spanner beim ersten Mal einfach nach Gefühl eingestellt und dann meinen Motor ohne Dustcover mal laufen lassen. Ich war sehr erschrocken, wie weit die Zahnriemen schlagen - speziell im Bereich von ca 3500 Touren. Mit der korrekten Spannung schwingen die nur noch etwa 5mm !!!!!!!

Nachdem das dann geschafft ist, kann der Deckel wieder drauf. Achtung, die Dustcoverschrauben kann man leicht überdrehen.

Gruß Sven